Spider-Girl
Wertung
Inhalt
Dreizehn Jahre in der Zukunft... Dreizehn Jahre lang gibt es nun keinen Spider-Man mehr. Peter Parker hat nach seinem letzten Kampf mit dem Grünen Kobold sein Kostüm endgültig ausgezogen. Denn Peter hat damals einen Unterschenkel verloren. Jetzt hat er graue Haare und trägt einen Bart.
Doch da ist May Parker. Nein, nicht Tante May. Sondern das Kind von Peter und Mary Jane. Die ist inzwischen süße 15 Jahre alt. Und sie hat offenbar einige der Kräfte ihres Vaters geerbt. Als Peter das entdeckt, ist er nicht gerade sehr glücklich darüber.
Keine einfache Situation für Mary Jane und Peter. Und dann findet May auch noch heraus, daß sie die Tochter des ersten Spider-Man ist. Mary Jane geht den direkten Weg und zeigt ihr das Kostüm. Und Peter muß sich neben diesem Problem auch noch mit einem neuen Grünen Kobold herumschlagen. Daher klappert er alle Superheldengruppen ab. Es wird immer komplizierter. Schließlich tritt May Parker in die Fußstapfen ihres Vaters...
Peter ist ein bißchen spießiger geworden. Mary Jane ist noch die alte. Und wir wissen endlich, was aus dem Baby geworden ist. Doch halt. Das ist nicht die echte Zukunft. Es ist eine Art »What If«-Geschichte (und unter diesem Label erschien SPIDER-GIRL 0 zunächst auch), die ein eigenes Universum begründet. Ein Universum, in dem die Comic-Helden wirklich altern und ihre Kinder ihren Platz einnehmen.
"Die Spinne" ist die populärste Serie der (zunächst) sieben verschiedenen Marvel-Titel, die vom Williams-Verlag 1974 gestartet wurden. Es war der 2. Versuch, "Die Spinne" und andere Marvel-Titel auf dem deutschen Markt zu etablieren, nachdem bereits der BSV-Verlag mit seinen HIT-Comics für deutschsprachige "Marvel-Kost" gesorgt hatte. Im Gegensatz zu den "Hit"-Comics aber wurden die Williams-Hefte von Anfang an ihrer chronologischen Original-Reihenfolge gemäß veröffentlicht. Allerdings war die deutsche "Spinne" Nr. 1 nicht die US-Nr. 1: "Spider-Man" wurde drüben in der Reihe "Amazing Fantasy" gestartet. Einer Serie, die ansonsten eher losen Abenteuern mit grobschlächtigen Monstern vorbehalten war. "Amazing Fantasy" Nr. 15 (erschienen 1962) wird heute im sehr guten Zustand mit mehreren tausend Dollar gehandelt.
Wie populär die "Spinne" auch in Deutschland ist, kann schon daran erkannt werden, daß der Netzkopf nicht nur der langlebigste aller Williams-Superhelden war, sondern danach beinahe 2 Jahrzehnte vom Condor-Verlag publiziert wurde.
In den USA wurden Mitte der neunziger Jahre 6 verschiedene "Spider-Man"-Titel produziert (The Amazing Spider-Man, Sensational Spider-Man, Untold Tales of Spider-Man, Adventures of Spider-Man, Spider-Man, Spectacular Spider-Man), unzählige Sonderausgaben nicht mitgerechnet.
Der Williams-Verlag veröffentlichte -beinahe lückenlos- ausschließlich die Reihe "The Amazing Spider-Man" bis zur Originalnummer 136. Nicht veröffentlicht wurde die US-Ausgabe 29, die allerdings als Startnummer der HIT-Comics zu haben war. Ein relativ seltenes Heft mit einem nicht gerade niedrigen Sammlerpreis.
Eigentlich unverständlich, da die Ausgabe nur in schlichtem Schwarz-Weiß erschien und außerdem nicht besonders gut übersetzt wurde. 1999 endlich wurde diese Ausgabe nun auch in Farbe in Deutschland im "Spider-Man komplett"-Schuber 1965 veröffentlicht.
Die Williams-Serien gelten auch heute noch bei vielen Fans und Lesern als die bislang gelungenste Übertragung der "Marvels" in den deutschsprachigen Raum. Ein Hauptgrund dafür mag sein, daß bei Williams viel Wert auf möglichst adäquate Übersetzung gelegt wurde. Das bedeutete, daß die wortgewaltigen Dialoge der Marvel-Helden nicht wie vor allem bei den Taschenbuchausgaben des Condor-Verlages üblich, auf ihr bloßes semantisches Gerüst reduziert wurden. So behielten auch die lockeren Sprüche oft ihren ironischen Charme. Dennoch kam das deutschsprachige Ende der "Williams-Spinne" mit der Ausgabe 137 (Originalausgabe 136) und fiel dabei in eine Periode, in der die Autoren gerade eine neue Story-Line um den populären Netzschwinger entwickelten. Es ging um Klone, also den wirklichen Menschen nachempfundene künstliche Nachbildungen, die so täuschend echt sind, daß sie selbst nicht einmal wissen, wer oder was sie wirklich sind. Mit der Originalausgabe 150 startete der Condor-Verlag seine eigene "Spinne"-Heftreihe und stieg voll in die "Klon"-Storyline ein, ließ aber zur letzten Williams-Ausgabe eine Lücke von 13 Heften, was zu einiger Verwirrung beim Leser beitrug.
Nach der Weiterführung der "Klon"-Storyline in den USA stellte sich dann heraus, daß der Peter Parker, der seinerzeit glaubte, seinen Klon besiegt zu haben, in Wirklichkeit der Klon ist. Der "echte" Peter Parker, also der, den die deutschen Leser bei den Williams-Heften kennenlernten, überlebte in einer anderen Identität. Bei den Lesern kam dieser Schock aber nicht an - also blieb Peter letztlich dann doch "the one and only".
Wie alle Williams-Serien hatte auch "Die Spinne" eine regelmäßige Zweitstory. Hier handelt es sich um Abenteuer des Unterwasserprinzen "Namor", dem "Sub-Mariner" (dt. "Aquarius"), die zunächst der US-Serie "Tales To Astonish" und schließlich der regulären "Sub-Mariner"-Reihe entnommen wurden. Interessant ist in dem Zusammenhang, daß "Namor" beinahe der älteste Marvel-Heroe überhaupt ist: schon 1939 von Bill Everett erdacht und gezeichnet sieht er heute noch beinahe genauso aus wie damals - und benimmt sich auch fast noch so. Die Abenteuer in den Williams-Heften zeigen den "Sub-Mariner" oft als Anti-Helden, als edle aristokratische Figur, die ihr eigenes Volk schützt, aber im ständigen Kampf mit den verhaßten Bewohnern der Erdoberfläche liegt. Diese Konzeption war auch damals schon bindend. Noch älter als der Sub-Mariner ist eigentlich nur das Tarzan-Plagiat "Ka-Zar", der allerdings bei seiner ersten Veröffentlichung noch nicht als Comicfigur, sondern als Held in den von Marvel publizierten "Pulps" (Magazine mit Shortstories oder längeren Geschichten trivialen Inhalts) auftrat (auch die "Menschliche Fackel", die sich u.a. mit "Namor" das erste "Marvel-Comic" (Oktober 1939) teilte, ist eine andere Figur als die, die die Comic-Leser des "Silver-Age" bei den "Fantastischen Vier" kennengelernt haben: nämlich ein Android. Die neue "Fackel", Johnny Storm, hatte allerdings entscheidenden Anteil an der Wiederbelebung Namors.
In Deutschland war dem "Sub-Mariner" kein allzu dauerhafter Erfolg beschieden. Mit der Ausgabe 69 ersetzte "Thor", dessen eigene Serie gerade zusammen mit diversen anderen Williams-Titeln eingestellt wurde, als Zweitstory die Erlebnisse des Unterwasserprinzen.
Kategorien
- Genre: Superhelden-Comics
Editionen
- Spider-Girl
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Heft (Bd. 0-6) Paperback (Prestigeformat) (Bd. 7-10), Vierfarbig, Marvel Comics (Panini Verlag), Januar 2000 - November 2002
- Die Spinne
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Heft, Vierfarbig, Williams Verlag (Bd. 1-18, 37-137) Klaus Recht GmbH (Bd. 19-36), 1974 - 1979
- Die Spinne - Der große MARVEL-Superheld SPIDER-MAN genannt (Bd. 1-76) New Yorks beliebtester SUPERHELD! (Bd. 191-259) Bd. 77-189: ständig wechselnde Untertitel
-
Heft, Vierfarbig, Condor Verlag (Bd. 1-180) Condor-Interpart Verlag (Bd. 181-259), 1980 - 1996
- Spider-Man - Die Spinne (Bd. 1-24)
-
Heft, Vierfarbig, Marvel Comics (Panini Verlag), Februar 1997 - Dezember 2000
Hefte
Spider-Man 18
Cover von Mark Bagley und Larry Mahlstedt. 2.) Fortsetzung aus "Der sensationelle Spider-Man"-Heft 1.
- Format: Heft, 52 Seiten
- Text: 1.) Tom de Falco 2.) Howard Mackie
- Zeichnungen: 1.) Mark Bagley, Larry Mahlstedt 2.) John Romita jr., Tom Morgan, Al Williamson, Dick Giordano
- Edition: Spider-Man - Die Spinne (Bd. 1-24)
- Verfügbar: 3 Angebote ab 2,50 €* (zzgl. Versand)
Spider-Man 19
Cover von John Romita jr. und Al Williamson. 1.) Fortsetzung aus "Der sensationelle Spider-Man"-Heft 2.
- Format: Heft, 52 Seiten
- Text: 1.) Howard Mackie 2.) Todd Dezago
- Zeichnungen: 1.) John Romita jr., Al Williamson, Al Milgrom 2.) Sal Buscema, Art Thibert, John Stanisci
- Edition: Spider-Man - Die Spinne (Bd. 1-24)
- Verfügbar: 3 Angebote ab 2,50 €* (zzgl. Versand)
Spider-Man 13
Cover von Mark Bagley.
- Format: Heft, 76 Seiten
- Text: 1.) Tom de Falco, Todd Dezago 2.) Jean Marc de Matteis, Todd Dezago 3.) Howard Mackie
- Zeichnungen: 1.) Steven Butler, Randy Emberlin 2.) Darick Robertson, Larry Mahlstedt 3.) Pat Broderick, Chris Ivy, Tom Palmer
- Edition: Spider-Man - Die Spinne (Bd. 1-24)
- Verfügbar: 4 Angebote ab 1,50 €* (zzgl. Versand)
Spider-Man 14
Cover von Sal Buscema und Bill Sienkiewicz.
- Format: Heft, 52 Seiten
- Text: 1.+2.) Tom de Falco, Todd Dezago
- Zeichnungen: 1.) Sal Buscema, Bill Sienkiewicz 2.) Steven Butler, Randy Emberlin
- Edition: Spider-Man - Die Spinne (Bd. 1-24)
- Verfügbar: 5 Angebote ab 1,50 €* (zzgl. Versand)
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